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Expeditionsreisen Äthiopien

Erleben Sie Äthiopien von seiner intensivsten Seite. Unsere Expeditionsreisen Äthiopien führen sie zum Einen zu bekannten Städten, zum Anderen aber auch weit ab der normalen Routen in die Wildnis Äthiopiens, z.B. zu den Naturvölkern im Süden. Übernachtet wird zum Teil in Zelten. Auch Wanderungen gegenüber sollten Sie nicht abgeneigt sein. Wir freuen uns Ihnen folgende Expeditionsreisen Äthiopien anzubieten:

Historische Route, Danakil Senke, Völker im Süden/Ost Omo Tal

Verlauf:

Tag 1 Abflug nach Addis Abeba
Flug mit Ethiopian Airlines nonstop nach Addis Abeba.

Tag 2 Debre Markos
Beginn Ihrer Expeditionsreise durch Äthiopien. Bei Ankunft in der dritthöchsten Hauptstadt der Welt am frühen Morgen begrüßt Sie Ihr Deutsch sprechender Reiseleiter, der Sie auf Ihrer Reise begleiten wird. Heute bereits beginnt Ihre Zeitreise durch die äthiopische Kultur-Geschichte. Über das Hochtal vorbei an Oromo Dörfern treffen Sie auf Ausläufer der Nilschlucht bevor Sie eines der bedeutenden religiösen Zentren der orthodoxen Christen besuchen: das Kloster Debre Libanos mit den Buntglasfenstern und Mosaiken des Künstlers Afewerk Tekle in der modernen Kirche. Ein kurzer Fußweg führt über die heilige Quelle zum Rande der Schlucht, der Portugiesischen Brücke, Wasserfall und Gran Felsen. Ein atemberaubender Ausblick bietet sich Ihnen. Mit etwas Glück treffen Sie auf die endemischen Blutbrustpaviane (Gelada baboons). In engen Serpentinen geht es hinunter in die 1000 tiefe Schlucht des Blauen Nil und in Haarnadelkurven nach Überqueren der Brücke auf anderer Seite wieder hinauf.
Weiter fahren Sie durch Getreidefelder mit Blick auf Mount Choke nach Debre Markos

Tag 3 Bahar Dar
Ihr Weg führt heute über die Hochebene durch Dörfer mit Stroh gedeckten Rundhütten der Amharen und Teff-Felder, dem Brot-Getreide des Landes, vorbei an Rinder-, Schaf- und Ziegenherden. Rundkirchen mit  bunten Dachverzierungen sind Zeugen des alten orthodoxen Glaubens. Wenn die Vegetation üppiger wird, Bambushaine und Palmen die Straße säumen, erreichen Sie nach einer Brücke Bahar Dar am südlichen Ufer des Tana Sees, lebendig, attraktiv mit breiten Avenuen, gesäumt von Dattelpalmen (einmalig in dieser Höhe), die schnell wachsende, neue Hauptstadt der Amharen. Ihr Hotel liegt direkt am See. Genießen Sie den Sonnenuntergang von der Hotelterrasse.

Tag 4 Bahar Dar
Den Tag beginnen Sie mit einer Bootsfahrt auf dem Tana See zum Klosterkomplex Ura Kidane Mihret aus dem 12. JH. Die kreisrunde Kirche mit riesigem Kegeldach birgt farbenfrohe Wandmalereien. Im kleinen Museum sind Kreuze, Kronen, Gewänder und illuminierte Handschriften ausgestellt. Weiter geht es zur Insel-Kirche Azua Mariam aus dem 14.JH die ebenfalls wertvolle alte illustrierte Schriften und Gemälde birgt. Unterwegs treffen Sie auf Papyrusboote, die seit ewigen Zeiten als Transportmittel für Alles dienen. Ähnliche Boote sind nur noch auf dem Hayk- und Ziway-See zu sehen. Nachmittags ist ein Ausflug mit einer Wanderung zu den Wasserfällen des Blauen Nils ‚Tis Isat’ vorgesehen. Danach entdecken Sie auf einem Stadtrundgang den Markt der Handwerker bevor es hinauf geht zum Bezawit Palast Kaiser Haile Selassies, um zum Sonnenuntergang den weiten Panoramablick über den See schweifen zu lassen

Tag 5 Gondar
Am Papyrusdickicht des Tana Sees mit vielen Wasservögeln vorbei durch Getreidefelder, bizarre Berglandschaften und breite Flusstäler führt Ihr Weg ins Camelot Äthiopiens. Gondar war die erste Hauptstadt mit Stein-Palästen unter Kaiser Fasiledes(1632-67)  mit damals schon  80.000 Einwohnern und der Blütezeit für Kunst und Literatur. Als frühere Kaiserstadt ist Gondar auch heute noch eines der religiösen Zentren. Früher lebten die Herrscher auf Feldzügen und zum Eintreiben des Tributs in mobilen Zeltstädten und nur im Winter in festen Residenzen. Sie besuchen die zum Weltkulturerbe zählende Palastanlage (Gemp), die von einer Mauer mit 12 Toren umgeben ist. Es folgt eine der schönsten Kirchen Äthiopiens: Debre Birhan Selassie (1706) mit dem berühmten Deckengemälde aus Reihen geflügelter Engelsköpfe  und Kreuzornamenten. Die Wandmalereien zählen zu den wunderbarsten der Ikonographie Äthiopiens. Das Bad desFasiledes ist ein kleines Wasserschloss etwas außerhalb, dessen Bassin nur zum Timkat Fest am19. Januar mit Wasser gefüllt wird.

Tag 6 Debark
ABO’S DAY – Fest mit Prozession zu Ehren des Heiligen Gebre Mefes Kidus. Nach diesem besonders eindrucksvollen Erlebnis setzen Sie Ihre Reise fort. Die zweitägige Fahrt durch spektakuläre, atemberaubende Landschaft nach Axum ist ein großes Erlebnis. Kurz nach Gondar besuchen Sie Wolleka, ein früheres Felasha Dorf. Die äthiopischen Juden übersiedelten 1991 nach Israel. Ihre typischen Keramikfiguren werden heute noch verkauft. Hinter Dabat, bekannt für seine Pferdezucht, folgen weite Hochplateaus, Tafelberge, steil abfallende Schluchten, die Ausläufer der Semien Mountains, UNESCO Weltnaturerbe und Nationalpark zum Schutz der Endemiten Äthiopischer Steinbock, Semien Wolf, Gelada Baboon, und mehrerer Vogelarten wie Erzrabe und Lämmergeier. Sie erreichen das Dach Afrikas mit seinem höchsten Berg Ras Dashen (4.620m). Von Debark aus, dem Stützpunkt für Ausflüge/Trekking/Bergsteigen in die Semien Berge, fahren Sie in den Park zu Ihrer Lodge, dem höchsten Hotel Afrikas, und beobachten dort die Blutbrust Paviane.

Tag 7 Axum
Auf kurzen Spaziergängen an besonders schönen Aussichtspunkten genießen Sie die herrliche Landschaft und imposante Bergwelt mit seiner eigenen Flora und Fauna. Heute geht es über den  Wolkefit-Paß mit 3.100 m und vorbei an Wasserfällen in unzähligen Haarnadelkurven hinunter auf 1.500 m. Einmalige Ausblicke bieten sich auf
das Bergmassiv der ‚Schachfiguren’ . Ab Adi Arkay  folgen bizarre Basaltformationen, dann führen Serpentinen die Schlucht hinunter in die Flussebene des Tekeze und in zahlreichen Kurven wieder auf die Hochebene. Der Ort Inda Selassie und Umgebung waren häufig Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen. Nach  weiteren 60 km haben Sie Axum erreicht, die heilige Stadt äthiopischer Christen, Krönungsstätte ihrer Kaiser, Residenz der sagenumwobenen Königin von Saba. 

Tag 8 Axum
Dem heutigen Axum – trocken, heiß, staubig und ländlich – sieht man die einstige Macht und den unermesslichen Reichtum nicht an. Die früher fruchtbare, bewaldete Region ist eine der Hauptattraktionen Äthiopiens; erst ein Bruchteil altäthiopischer vorchristlicher Kulturen wurde entdeckt und erforscht. Auch Axum ist auf der Liste der Welterbestätten. Sie sehen die Ruinen und Monumente des Reichs von Axum mit dem Stelenpark, den größten bearbeiteten Monolithen der Welt, die über Gräber errichtet wurden, das Museum, den Komplex der Kathedrale der Heiligen Maria von Zion, (kein Zutritt für Frauen in die alte Kirche). Ein neues Museum birgt bedeutende Kirchenschätze + Kaiserkronen, die bescheidene Kapelle hütet angeblich das größte Heiligtum Äthiopiens, die Original-Bundeslade mit den steinernen Gesetzestafeln, die Moses von Gott erhielt.
Menelik, Sohn der Königin von Saba und Salomon brachte einer Legende zufolge die Tafeln mit den Zehn Geboten von einem Besuch aus Jerusalem  mit. Sie besuchen den Palast der Königin von Saba, die Ruine des Palasts und Grabmal Könige Kalebs,  Grabmale der Herrscher Meskal und Remhai.

Tag 9 Mekele

Ihre Fahrt heute beginnt mit herrlichen Ausblicken auf die kahlen Adwa Berge. Hier besiegte Menelik II 1896 die italienische Armee. Ihr nächstes Ziel ist Yeha malerisch gelegen am Fuße eines Felsens, in dem der Kopf eines Löwen zu erkennen ist. Yeha wurde ca 600 BC  von Einwanderern aus Südarabien gegründet. Die Ruine des
Mondtempels auf einer Erhebung ist von weitem sichtbar. Der Tempel wurde ohne Mörtel erbaut und ist das einzig erhaltene Monument aus voraxumitischer Zeit. Die ältesten Inschriften Äthiopiens und Friese des heidnischen Tempels mit Wildziegen finden sich an den Mauern der angrenzenden Kirche. Einer Legende nach wurde die von Menelik geraubte Bundeslade hier und nicht auf der Insel Cherkos im Tana See aufbewahrt, bevor diese nach Axum kam. Das nahe Debre Damo auf einem Tafelberg gelegen ist das ältesten Kloster Äthiopiens.
Der abenteuerliche Aufstieg mit Hilfe eines Seils zum Besuch ist nur Männern erlaubt. Die Weiterfahrt führt durch fast unwirkliche Bergwelt in engsten Serpentinen am Rande des faszinierenden Canyon entlang. Schroffe hohe, kahle Felswände glänzen in gelb/braun und grauen Farben. Immer neue phantastische Ausblicke bietet die Fahrt bis Adigrat, einem Verkehrsknotenpunkt und Zentrum der kleinen Gruppe Katholiken.

Weiter geht es über eine Hochebene mit Getreidefeldern vorbei an typischen Häuser der Tigre: große burgähnliche relativ große Steinbauten mit Flachdächern. Unterwegs liegen einige der ältesten Felsenkirchen des Tigray. Der folgende Ort Negash zählt zu den bedeutendsten islamischen Wallfahrtsorten Äthiopiens. Angeblich flüchteten Wegbegleiter Mohammeds vor konservativen Verfolgern von Mekka um 615 nach Äthiopien und durften sich hier ansiedeln. Der Besuch des Grabmal Achmed  Negash und der Moschee auf den Grundmauern aus dem 7.JH ist  möglich. Durch Savannenlandschaft führt Ihr Weg nach Mekele, früher ein  wichtiger Markt für
Salzbarren aus der Danakilsenke. Die Hauptstadt der Provinz Tigre ist die einstige Residenz Kaiser Yohannes IV. Das Museum in seinem Palast zeigt alte Manuskripte, Roben und Kronen. Das Märtyrerdenkmal von 1995 ist  das höchste Monument des Landes.

Tag 10 Ahmed Ela
Nach Wukro Cherkos führt Ihre Weg östlich entlang einer der alten Kamelkarawanenstrecken  nach Birehale mit einem bunten Wochenmarkt und weiter zu Ihrem Campstandort bei Ahemed Ela.

Tag 11 Dallol
Wagen Sie sich zum heißesten Ort der Erde: besuchen Sie Dallol und die farbenfrohe geologisch interessante ‚Mondlandschaft’ und hydro-thermischen  Quellen am nordöst-lichen Rand des Salzsees mit den Schwefel-Sinterterrassen, die Puddings, bizarre Formationen vulkanischer Aktivitäten. Sehen Sie die Salzgewinnung am Lake Asale. Hier bauen die Afar seit Jahrhunderten das Salz in Barrenform ab und bringen die Platten  mit ihren Kamelkarawanen nach Bati und früher auch nach Mekele. Betrachten Sie die bizarren Landformationen vom letzten Erdbeben 2005. Dallol liegt 116m unter dem Meeresspiegel und ist der tiefste Punkt Afrikas.

Tag 12 Dodom
Heute stellen Sie sich einer Herausforderung. Sie wagen den Weg zum einzigen ständigen Lavasee der Welt. Unterwegs erwarten Sie ca. 30 km vor dem Startpunkt der Wanderung in einer Afar Siedlung die Begleiter für die Vulkan Besteigung. Bei unerbittlicher Hitze geht es über abenteuerliche Pisten zum Basislager in der Nähe eines Afar Dorfes unweit des Vulkans Erta Ale. Wegen der hohen Temperaturen starten Sie erst in der Nacht zu Ihrem 5-stündigen Marsch zum Kraterrand des Erta Ale auf 613 m Höhe.

Tag 13 Erta Ale

Bei Nacht setzen Sie von Dodom aus Ihren Weg mit dem Kamel oder zu Fuß fort. Ihr Ziel ist der Kraterrand. Sie sollten vor Morgengrauen den Kraterrand erreicht haben, da die glühende Lava nachts besonders eindrucksvoll wirkt. Beobachten Sie bei Mondschein die vulkanische Aktivität -  phantastische Szenen vor der unendlichen Weite der Wüste und erleben Sie einen unvergesslichen Sonnenaufgang.

Tag 14 Ahmed Ela
Mit vielen Pausen geht es zurück zum Camp Dodom und nach einer Rast weiter mit dem Geländewagen zum Lager Ahmed Ela.

Tag 15 Mekele
Sie verlassen die unwirtliche Danakil  und fahren nach Mekele zum Entspannen im Hotel.

Tag 16 Lalibela
Ihr heutiges Ziel ist Lalibela mit den weltberühmten Felsenkirchen. Sie starten durch einen wüstenhafte Abschnitt, die sich nach dem Regen in grüne Maisfelder verwandelt. Die Straße führt durch abwechslungsreiche Landschaften. Weite landwirtschaftliche Flächen wechseln mehrfach mit beeindruckenden Gebirgsformationen. Immer wieder bieten sich einmalige Ausblicke. Hier liegen viele strategische Punkte manch früherer Schlacht. Die folgenden Strecken nach Lalibela bieten wiederholt phantastische Bergpanoramen mit gewaltigen Tafelbergen und grünen Tälern. Nach kurvenreicher Fahrt wird Lalibela am Fuße des mächtigen Mt. Abune Yosef erreicht. Auch Lalibela steht auf der Welterbeliste. Das frühere Roha wurde später nach dem berühmtesten König der Zagwe-Dynastie Lalibela genannt - der von den Bienen erkorene Herrscher  regierte hier 1181-1221. Der Ort Lalibela besteht aus 3 Teilen: der Neustadt mit Hotels, Souvenirläden etc, der Altstadt mit den für Lasta typischen traditionellen 2-stöckigen Rundhäusern, dazwischen das Ensemble der Felsenkirchen. Der tiefe Eindruck, den dieses Labyrinth mit unterschiedlichsten Kirchen, seinen Priestern, Mönchen und Pilgern  hinterlässt, ist kaum zu beschreiben. Sie müssen es erleben.

Tag 17 Lalibela
Der Besuch der Felsenkirchen ist sicherlich der Höhepunkt Ihrer Reise. Es sind überwiegend Gruft- und Grottenkirchen, also nur teilweise aus dem Tuffstein herausgearbeitet, sowie 4 monolithische Kirchen, die nur noch durch den Sockel mit dem Fels verbunden sind. Fenster, Türen, Reliefs, Säulen wurden aus dem Stein geschnitten, der Innenraum ausgehöhlt, bunte Wandgemälde wohl später angebracht. Alle Kirchen entsprechen nicht der Form traditioneller klassischer Rundkirchen sondern weisen den eckigen Basilika-Grundriss aus dem byzantinischen Reich auf. Einer Legende nach erhielt  der König Lalibela  im Traum den Auftrag, ein neues Jerusalem zu erbauen; Hinweise auf die heiligen Stätten Palästinas sind überall in den Namen zu finden. Juwel
der Anlage ist die einzeln liegende Georgs-Kirche in Kreuzform . Die Zwillingskirchen Debre Sinai/Bet Golgota und das symbolische Grab Adams dürfen von Frauen nicht betreten werden. All diese Kirchen sind nicht nur Denkmäler sondern auch heute Andachtsräume eines uralten und noch immer tief verwurzelten Glaubens. Daher ist angemessener Respekt in Verhalten und Kleidung zu erwarten. Vor den Kirchen üblicherweise ausgezogene Schuhe(Socken) werden von Kindern nachgetragen. Viele Kirchen sind für dringende Renovierungen eingerüstet.
Eine traditionelle äthiopische Kaffeezeremonie rundet den Tag ab.

Tag 18 Dessie

Sie verlassen Lalibela und fahren durch karge Ebenen und landwirtschaftliche Flächen nach Osten. Unterwegs machen  Sie, wenn es Zeit und Straßenzustand erlauben, einen Umweg zum Haik See in landschaftlich herrlicher Lage. Dem berühmten Kloster Istefanos auf der Insel stand einst Tekle Haimanot, Gründer des Klosters Debre Libanos vor. Die Rundkirche neueren Datums wurde auf dem Platz des von Ahmad Grang im 16.Jh zerstörten Baus von 850 errichtet. Frauen ist Zutritt des Klosters verwehrt. Manuskripte aus der Blütezeit befinden sich in der Nationalbibliothek in Addis Abeba. Ihr heutiges Ziel Dessie wurde1883 von Kaiser Johannes IV nach einer Lichterscheinung (Komet) gegründet. Der Blick vom Museum über die Stadt ist beeindruckend. Von Dessie aus führt eine Straße in die Danakil-Ebene/Senke bis nach Assab am Roten Meer.

Tag 19 Addis Abeba
Die 25 km nach Kembolcha überwinden die Bruchstufe des Großen Grabens (500m) und bieten wieder grandiose Ausblicke. Anfangs führt die Straße durch ein fast sumpf- iges Gelände mit heißen Quellen, dann entlang an Tabak- und Baumwollfeldern; Sie fahren durch die Orte Senbete (So) und Robit (Mi), wo an Markttagen Vieh, Kamele, Stoffe, Salz und Gewürze gehandelt werden. Im Tal des Diarre mit Feldern von Teff, Obst, Gemüse, Baumwolle und Tabak erreichen Sie den tiefsten Punkt, um dann über das bunte Bergdorf Debre Sina in traumhafter Lage hinauf zu steigen zum Tamaber Pass (3.250m) mit von den Italienern erbautem 580m langem Tunnel. Jetzt genießen Sie einige atemberaubende Ausblicke auf das Tiefland bis zum Awash Fluss. Bald erreichen Sie das geschäftige Debre Berhan, Ort des Lichts, gegründet nach Sicht des Halley’schen Kometen 1456, am Rande des Grabenbruchs gelegen. Samstags ist Markt. Hier könnte ein Abstecher nach Ankober führen; erste Residenz des Herrschers Menelik II bevor der König von Shoa weiter nach Entoto und später Addis Abeba zog. weiter über eine baumlose Hochebene durch den Ort Sheno und wieder überraschen Sie einmalige Ausblicke in den Großen Graben und die Schluchten der Zuflüsse zum Blauen Nil. Ca 80 km bis Addis Abeba. Die heutige Metropole, 1887 von Menelik II als neue Residenz gegründet, wuchs sehr rasch und wurde eine Ansammlung vieler einzelner ethnischer Dörfer inzwischen mit einer Gesamtfläche von 250 qkm. Dies erklärt das viele Grün und die Waldstreifen zwischen den einzelnen Stadtteilen und die sagenhaften 200 verschiedenen Vogelarten.

Tag 20 Yirgalem
Heute führt Ihr Weg über Mojo entlang der Seenkette zum Langano  See mit Wassersport-Angebot für Ausflügler und guter Vogelwelt. Hier ist baden gefahrlos möglich. Weiter in Richtung Süden kurz vor Negele rechts achten Sie auf bunte alte Häuptlingsgräber der Sidamo und Arusi. In Arsi Negele grüßt ein riesiges Minarett. Die Landschaft strahlt hier im saftigen Grün wegen der untypischen regelmäßigen Regenfälle, die sogar 2 Ernten im Jahr ermöglichen. Weiter nach Shasheme, auch äthiopische Hauptstadt der Rastafarians. Haile Selassie I war seit 1930 deren spirituelles Oberhaupt und stellte den Anhängern125 ha fruchtbares Land kostenlos zur Verfügung. Dann geht die Fahrt auf der fertiggestellten Asphaltstraße vorbei an Kaffeeplantagen und rätselhaften uralten Stelen nach Awassa, Der Awassa-See ist einer der kleinen Seen des Rift Valley und füllt, gespeist vom Black Water River, die tiefste Stelle einer uralten Caldera. Von einer sanften Gebirgskette umschlossen, ist die Landschaft um den See voller Kaffeeplantagen und Obsthaine. Die großen Mengen Plankton begünstigen einen hohen Fischbestand wie Tilapia, Welse, Barben. Der Fischreichtum bietet einer Vielzahl von Wasservögeln ein ideales Revier. Im Schilf der Ufer nisten Kormorane, Pelikane, Nilgänse, und die größte Brutkolonie der Marabus in Afrika. Die Fischer in ihren kleinen Booten nutzen einfache Netze und Köder. Der Hauptort der Provinz Sidamo, wird von den Galla bewohnt. Der bunte Markt von von Sidamas, Amharen und Gurage Volksgruppen besucht. Kurz darauf ist Ihr heutiges Ziel Yirgalem erreicht.

Tag 21 Yabelo
Bald wird die Landschaft wilder und trockener, bis Sie das Land der Borena mit ihren Rinderherden ‚Boran Zebu’ und Yabelo an der Hauptverbindungsstraße nach Kenia erreichen. Besuch der Borena, berühmt für ihre ‘singenden Brunnen’. Die Vieh-herden tränken die Borena bei Trockenheit mit Grundwasser, das aus tief in den Fels geschlagene Brunnen geschöpft wird. Ihre Dörfer zeigen gegen die Hitze eine unver-gleichliche Bauweise. Die Häuser mit rechteckigem Grundriss tragen ein einseitig oft bis 1,50m vorspringendes Flachdach als Schattenspender. Das Dach ist mit Erdreich bedeckt und bewachsen. Die Wände werden mit Lehm/Dung-Mischung verputzt.

Tag 22 Turmi

Sie fahren weiter auf der Allwetter-Schotterstraße und erreichen die Hügellandschaft mit Ausblicken auf die Dörfer und terrassierten Hänge der Konso. Wie eine Art Sperre des Afrikanischen Grabens wirken die Berghänge des Konso-Landes. Vermutlich besiedelten die Konso dieses 1.000 qkm große Gebiet vulkanischen Ursprungs seit der Einwanderungswelle aus dem Süden im 15./16.JH. Die Konso lebten bisher sehr isoliert und trieben lediglich Handel mit den mit ihnen verwandten Borena. Die Verbundenheit der Konso untereinander und besonders in der Familie ist noch immer sehr groß. Dies zeigt ein besonderer Totenkult. Der Besuch Alt-Konsos versetzt Sie Jahrhunderte zurück. Das Volk der Konso lebte lange sehr isoliert. Ihr Glaube verehrt Schlangen. Heilige Trommeln stehen für Frieden und Harmonie. Im Totenkult symbolisieren die aus Wacholderholz geschnitzten Figuren – Waga – Macht, Reichtum und Ansehen. Die Konso schufen eine einzigartige Kultur-landschaft durch das Terrassieren der Berghänge mit Steinen zum intensiven Anbau der Feldfrüchte. Sie kennen lange Viehhöfe. Schutzwälle aus schwarzem Basalt umgeben wehrhaft die Dörfer. In die dichtstehenden Häuser aus Holz und Stein gelangt man nur durch einen kurzen Tunnel auf Knien. Östlich des Omo legen Hunderte von bearbeiteten und verzierten Monolithen Zeugnis ab von einer sehr frühen Besiedelung dieser Region, die heute hier lebenden Ethnien kamen viel später hierher. Nach Überqueren des Flusses folgt trockene wilde Landschaft. Sie überqueren eine Stahlbrücke und halten Ausschau nach Krokodilen, weiter führt ein Abzweig der Piste nach Arbore. Hier wird heute Markt abgehalten. Dann geht es weiter nach Turmi, dem Hauptort des Volkes der Hamer, einem einzigartig exotischen Stamm, bekannt durch den Initiationsritus des Bullen-Springens.

Tag 23 Murille
Heute führt Ihr Weg rund 50 km südwestlich nach Omorate, auch Kelem genannt,  an den Ufern des Omo gelegen. Sie setzen mit einem Einbaum über zum Dorf der Dasanech order Galeb, die als Halbnomaden südlich des Mago Parks leben. Die leichten Hütten werden mit einem Zaun aus Dornengestrüpp geschützt. Die Männer tragen Elfenbeinpflöcke in der Unterlippe oder im Ohrläppchen und Schmucknarben. Auch sie zeigen ihre Siege durch Tonkappen im Haar. Dichte Dornenhecken, steile Uferhänge des Omo prägen das Land während der Fahrt in schwüler Feuchtigkeit von Omorate nach dem Besuch der Galeb und und Bume Dörfer bis nach Murille.

Tag 24 Turmi
Nördlich von Murille lebt die bedrohte kleine Volksgruppe der Karo am östlichen Steilufer des mittleren Lauf des Omo. Die Karo sind eng mit den Hamer verwandt. Der Verlust großer Viehbestände durch Krankheit zwang sie zum Ackerbau. Sie dekorieren sich mit Schmucknarben in geometrischen Mustern. Lehmknoten und Kappen im Haar sind Zeichen der Tapferkeit bei den Männern. Für kultische Tänze wird der Körper mit einem Kalk-Wasser Gemisch sorgfältig bemalt, Gesichter mit Ocker, Holzkohle und gestoßenem Eisen verziert. Durch herrliche Savannenlandschaft fahren Sie von Murille zurück nach Turmi.

Tag 25 Turmi
Der Montagsmarkt der Hamer in Turmi soll einer der interessantesten Märkte der Omo Region sein. Die Marktbesucher strömen aus allen Richtungen auf den Hauptplatz, um Gemüse, Gewürze, Butter und Milch zu handeln und um Neuigkeiten zu erfahren. Hier finden Sie auch die kunstvoll verzierten Kalebassen. Besuchen Sie ein kleines Dorf der Hamer unweit von Turmi, um die traditionelle Lebensweise dieses Volkes besser kennen zu lernen. Die Hamer betreiben Landwirtschaft und Viehzucht. Sie sammeln Honig und sind bekannte Töpfer. Sie leben polygam. Die Frauen tragen mit Glasperlen geschmückte Tierhäute und drehen ihr Haar mit Schlamm und Butter zu dichten Korkenzieher-locken. Siegreiche Männer schmücken sich mit einem Lehmknoten auf der Kopfhaut, verziert mit Pfauenfedern. Verzierungen wie Metallreifen haben auch symbolische Bedeutung.

Tag 26 Jinka
Heute ist der bei Hamer und Banna beliebte Mark in Dimeka. Die Banna leben von saisonalem Ackerbau und der Jagd. Sie dekorieren sich mit Mustern aus Lehm. Dann führt der Weg nach Jinka, dem Verwaltungssitz des südlichen Omo – großzügig angelegt, mit  Bank, Museum und farbenfrohem Markt am Samstag. Der Bulat Hill  bietet einen herrlicher Blick. Hier treffen Sie auf die Volksgruppen der Ari, Hamer, Banna, Karo, Koygou und Bodi.

Tag 27 Mursi
Heute durchqueren Sie den Mago Nationalpark zum Land der Mursi. Die anfangs mühsame Fahrt wird belohnt mit dem Blick von der weiten  Ebene auf die Mursi Hügel. Der kleine Volksstamm der Mursi entwickelt sich vom Nomaden zum Ackerbauern. Während sie in der Trockenzeit an den westlichen Hängen der Mursi Hügel am Omo leben und Sorghun, Mais und Gemüse anbauen, verbringen die Mursi die Regenzeit mit ihren Rinderherden in der Tama Steppe. Sie jagen und gehen auf Fischfang. Die Frauen schmücken sich mit verzierten Tontellern in der gespaltenen Unterlippe. Schmucknarben und Körperbemalung sind bei den Mursi ebenfalls beliebt und reine Dekoration. Die Männer üben sich in rituellen Stockkämpfen. Sie verbringen die Nacht  in Jinka.

Tag 28 Arba Minch
Auf Ihrem Weg zurück nach Konso und weiter nach Arba Minch besuchen Sie den sehr attraktiven Markt in Key Afar. Sie treffen auf Marktbesucher der Tsemay, Benna und Ari. Dies ist die Heimat der Banna, die saisonalen Ackerbau betreiben und jagen. Sie dekorieren sich mit Mustern aus Lehm. Sie fahren weiter durch das breite Weyto Tal. Dies ist das Land der kleinen Volksgruppe der freundlichen Tsemay. Sie sind Viehhirten und betreiben saisonale Landwirtschaft. Durch das Gebiet der Konso erreichen Sie dann Arbaminch – ‚Vierzig Quellen’, ist das Tor zu den zahlreichen Natur-Völkern des unteren Omo Flusslaufs, die Sie in den letzten Tagen besuchten. Die Stadt liegt auf einem Grat mit traumhafter Aussicht auf dicht bewachsene Hügel mit zahlreichen Plantagen und den größten See im äthiopischen Grabenbruch den Lake Abaya mit  lehmbraunem Wasser sowie dem nur durch eine schmale Landbrücke getrennten, blassblau schimmernden Chamo See.

Tag 29 Arba Minch

Auf einer Fahrt durch den Nechisar Nationalpark am Vormittag genießen Sie den Blick über die weiten – bei Trockenheit weißen – Ebenen , die glitzernden Seen vor markanten Gebirgskämmen. In der Savanne mit trockenem Buschland und an den bewaldeten Uferstreifen treffen Sie mit Glück auf Zebras, Gazellen und Kuhantilopen. Nachmittags unternehmen Sie eine Bootsfahrt auf dem Chamo See zum Krokodilmarkt. In traumhafter Landschaft können Sie riesige Krokodile, Nilpferde, Reiher und Pelikane entdecken.

Tag 30 Langano
Früh verlassen Sie die Stadt der Vierzig Quellen. Wegen des Samstagsmarktes der Dorze planen wir einen Abstecher nach Chencha in die Guge Berge. Die Dorze – frühere Krieger bauen heute auf terrassierten Feldern Grste, Enset und Baumwolle an. Ihre inmitten eines umzäunten Gartens errichteten Hütten aus Bambus ähneln riesigen Bienenstöcken. Die Hütten können bis 12m hoch werden und sind mit Bambusmatten verkleidet. Die Dorze Männer sind berühmt für ihre Baumwollwebereien. Der kurze Weg von Arba Minch hinauf zu den Dorze Dörfern bietet wunderbare Ausblicke auf die Seen. Durch das fruchtbare Land der Wolayta kommen Sie vorbei am Senkele Swayne Hartebeest Schutzgebiet, das nach der endemischen Antilopenart benannt wurde. Die Tiere wie auch Schakale und Tüpfelhyänen und der dickschnabelige Rabe sind mehr außerhalb des Reservats zu sichten. Weiter geht es durch Siedlungen der Sidamo nach Langano.

Tag 31 Addis Abeba

Über Debre Zeit, dessen sechs Seen ein wahres Vogelparadies bieten, erreichen Sie Addis Abeba, die Metropole des Landes seit gut 100 Jahren. Heute besichtigen Sie die dritthöchste Hauptstadt der Welt. Die ‚Neue Blume’ ist eine faszinierende Mischung aus Tradition und Moderne. Wellblechhütte und Hochhaus stehen dicht bei einander.Neben dem Stadtzentrum besuchen Sie das Nationalmuseum mit Lucy, den Mercato, den größten offenen Markt Afrikas, und genießen vom Mt. Entoto einen atemberaubenden Panoramablick auf das ausgedehnte Addis. Abends kosten Sie typische Gerichte bei traditioneller Musik mit anschließender Kaffee-Zeremonie bevor der Transfer Sie zum Rückflug um Mitternacht zum Flughafen bringt.

Tag 32 Frankfurt
Ankunft in Frankfurt frühmorgens

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Völker im Südwesten - 24 Tage Expeditionsreise Äthiopien genießen!

Tag 1 Ankunft in Addis Abeba
Flug nach Addis Abeba mit Ethiopian Airlines

Tag 2 Debra Markos
Bei Ankunft in der dritthöchsten Hauptstadt der Welt am frühen Morgen begrüßt Sie Ihr Englisch sprechender Reiseleiter, der Sie auf Ihrer Reise begleiten wird. Heute bereits beginnt Ihre Zeitreise zu den Naturvölkern im Südwesten Äthiopien. Sie starten zuerst nach Debre Markos über das Hochtal vorbei an Oromo Dörfern und treffen auf Ausläufer der Nilschlucht bevor Sie eines der bedeutenden religiösen Zentren der orthodoxen Christen erreichen: das Kloster Debre Libanos mit den Buntglasfenstern und Mosaiken des Künstlers Afewerk Tekle in der modernen Kirche. Ein kurzer Fußweg führt über die heilige Quelle zum Rande der Schlucht, der Portugiesischen Brücke, Wasserfall und Gran Felsen. Ein atemberaubender Ausblick bietet sich Ihnen. Mit etwas Glück treffen Sie auf die endemischen Blutbrustpaviane (Gelada baboons). In engen Serpentinen geht es hinunter in die 1000 m tiefe Schlucht des Blauen Nil und in Haarnadelkurven nach Überqueren der Brücke auf anderer Seite wieder hinauf. Weiter fahren Sie durch Getreidefelder mit Blick auf Mount Choke nach Debre Markos

Tag 3 Nekemte
Sie folgen der Straße nach Bahar Dar bis Bure und zweigen ab Richtung Nekemte. Auf einer landschaftlich sehr schönen und recht gut ausgebauten Strecke überqueren Sie auf einer neueren Brücke nochmals den Blauen Nil  und erreichen über Gutin und Tsige Mariam Nekemte. Die Fahrt in die Provinz Wolega führt  durch eine grüne, teilweise noch mit dichtem Wald bedeckte Berglandschaft. Dann wird das fruchtbare Hochland der Matcha-Oromo überquert. Sie erreichen die ersten Kaffeeplantagen bei Nekemte. Der Ort ist eine wichtige Handelsstation zwischen der Hauptstadt und dem Sudan. Das Wolega Museum bietet sehr interessante Einblicke in das Leben und die Kultur der Oromo in dieser Region.

Tag 4 Asosa
Auf Ihrer Fahrt heute  durch wunderschöne tropische Bergwald Landschaften nach Westen erreichen Sie Ghimbi. Von dort führt eine Straße nach Nordwesten bis Asosa nahe der sudanesischen Grenze. Unterwegs lieben bei Nejo (71 km) antike Goldminen, die zu den ältesten der Welt zählen. Die Provinzen Wolege (heute Oromia) und Sidamo (jetzt SNNRS) sind noch heute die Goldlieferanten Äthiopiens. Neben der industriellen Goldgewinnung wird auch Waschgold in den Flüssen gefunden.

Tag 5 Asosa
Entlang des Westhanges des äthiopischen Hochlandes leben zum Teil stark dezimierte Völker, die als Urbevölkerung der Region gelten. Hier-zu gehören Berta, Gumuz, Shinasha, Mao. Die Namen wurden den  Stämmen von ihren Nachbarvölkern gegeben. Dies lässt auf die Be-ziehung untereinander schließen: z.B. Shanquila – Sklaven, Ingessana – Undankbare, Uduk – Freigelassene. Jahrhunderte betrieben die großen Völker wie Amharen, Sudanaraber, Oromo unter ihnen die ein-trägliche Sklavenjagd. Im Sudan wurde die Menschenjagd im Grenz-raum erst 1904 beendet, in Äthiopien blühte der Sklavenhandel bis in die 1930 Jahre. Einige dieser betroffenen Völker wird es als Träger einer eigenständigen Sprache und Kultur bald nicht mehr geben. Eine Reihe der Volksgruppen lebt auf beiden Seiten der heutigen Grenze. Auf äthiopischer Seite sind sie kaum erforscht. Hier leben Völker, die seit Jahrhunderten auf der Flucht sind. Die Uduk z.B. haben ein System von Fluchtburgen auf unzugänglichen Plateaus errichtet, in die sie sich bei Agriffen zurückziehen. Die Sozialstruktur spiegelt ihre Lebenssituation: Kern der Familie ist die weibliche Linie, zu der auch der Mann nach der Hochzeit zieht. Bei den meisten Völkern gehören Frau und Kinder zur Familie des Mannes. Hier fand die Frau mit den Kindern jeweils in der Familie ihrer Eltern Zuflucht. Die Gumuz sind ein kleinerer Stamm des Uduk Volkes.

Tag 6 Nekemte
Zwei bis drei Wege unterschiedlicher Ausbaustufe führen von Asosa nach Gambela. Je nach Wetterlage und Straßenzustand sowie zeitlicher Einteilung bespricht Fitsum mit Ihnen bei Anreise, welche Strecke für Sie und Ihre Interessen am sinnvollsten und am Besten geeignet erscheint

Tag 7 Gambela

Auf Ihrer Fahrt heute  durch dichte dunkelgrüne tropische Bergwald Landschaften überqueren Sie den Fluss Didesa. Der Ort Bedele in rund 2.000 m Höhe verleiht der hier ansässigen Brauerei mit tschechischer Ausstattung seinen Namen. Sie überqueren einen der Hauptzuflüsse des Baro und wandern durch dichten Wald zu den herrlichen Sor Wasserfällen. Eine immens reiche Vogelwelt ist hier heimisch. Metu war einst die Hauptstadt der Provinz Ilubator. Auf dem Markt werden Kaffee, Beeren und wilder Honig angeboten. Aber Ihr Ziel heute ist Gambella durch wunderschöne tropische Bergwelt. Gambela selbst mit seinen Wellblechhütten am Fluss Baro in sumpfiger Umgebung vermittelt eine Atmosphäre der Verlassenheit und hat schon bessere Tage gesehen, als der Handel und die Schifffahrt in den Sudan blühten.

Tag 8 Gambela
Hier im äußersten Westen Äthiopiens gilt Ihr Interesse heut den   Agnuak und Nuer, Volksgruppen, die auch im Südsudan zu Hause sind. Es sind extrem schlanke, sehr hoch gewachsene und äußerst dunkelhäutige Menschen, die zur nilosaharanischen Sprachfamilie gehören, die vor allem entlang des weißen Nils verbreitet sind. Im Kontrast zur spärlichen Kleidung steht der auffallende Schmuck und die Körperverzierung. Es werden Perlen- und Ledercolliers getragen. Die Körper sind bemalt und mit Schmucknarben versehen. Die Anuak entfernen einige der Vorderzähne des Unterkiefers zur Zeit des Erwachsenwerdens, die Nuer lieben Punktnarben auf Stirn und Wangen. Ihre Frauen tragen kleine Lippenpflöcke. Die Agnuak leben verstreut in Familienverbänden in kleinen Gehöften in den Marschen um Gambela und im Park und ernähren sich von Fischfang und einfachem Feldanbau, überwiegend Sorhum. Die Nuer sind vornehmlich Rinderzüchter leben aber auch von Fisch, Kleintieren und dem Ertrag des Wanderfeldanbaus. Von den Rindern wird lediglich Milch und gelegentlich Blut getrunken. Rinder spielen im Leben der Nuer wie bei anderen nilotischen Völkern wie den Masai eine herausragende Rolle. Die Nuer leben weiter westlich Richtung Sudan. Ihre Lager sind erheblich größer als die der Anuak Sie siedeln in großen Dorfgemeinschaften am Ufer des Baro und halten ihr Vieh in großen Gattern.

Tag 9 Masha
Auf dem Weg nach Masha, unweit von Metu, erreichen Sie Gore, die eigentliche Hauptstadt Ilubabors. Der Ort wurde 1887 gegründet und erlangte schnell Bedeutung für den Außenhandel. Gore wurde Anfang des 20. JH als das ‚westliche Harar’ angesehen. Bis in die 1930er Jahre war es allerdings auch Zentrum des Sklavenhandels. Die Ruinen der Paläste und Kirchen der alten Stadt liegen spektakulär am Rande einer 1500 m tief abfallenden Felswand. Gore ist heute ein Sammelplatz für Kaffee und bekannt für seinen guten Honig.( In der Nähe liegt die Gumero Tee und Kaffee Plantage, mit 800 ha die größte private Plantage des Landes). Weiter führt Ihr Weg durch die wildeste und wundervollste Landschaft des Westens nach Masha. Sicher entdecken Sie unterwegs in den dichten Wäldern, die die Hügel bedecken, einige Colobus Affen. Unter-wegs treffen  Sie auf verschiedene Volksstämme wie die Mejenger und Masha und lernen ihre Traditionen und heutigen Lebensbedingungen kennen.

Tag 10 Bebeka
Tepi ist bekannt durch seine zweitgrößte staatliche Kaffee Plantage in herrlichem dichten Wald voller Vögel. Wilde Kaffeebäume säumen Ihren Weg nach Bebeka zur größten und ältesten staatlichen Kaffee Plantage. Angeschlossen ist ein interessantes Kaffee-Arboretum mit 40 verschiedenen Kaffee Spezies sowie Gummibaum-, Gewürz- und Obstanbau-Versuchsfeldern. In dieser Region leben die Ne’enit, Mejenger und Anuak Völker, über deren Lebensweise und Riten Sie sich bei einem Besuch ihrer Dörfer informieren.

Tag 11 Maji
Auf dem Weg über Tum nach Maji begegnen Sie dem Volk der Dizi. Die Dizi (20.000 Menschen) sind sesshafte Bauern. Sie leben westlich der Shorum-Steppe in den Hängen des Mt Shasha in den Maji Bergen. Zum Jagen dringen sie auch in den Omo Nationalpark vor. Tauchen Sie ein in die atemberaubende Landschaft des südlichen Rift Valley. Am Nachmittag besuchen Sie den Samstagsmarkt in Maji. Hier treffen sich die Menit, Dizi und zeitweilig auch die  Surma zum Handeln und Austausch von Neuigkeiten.

Tag 12 Maji
Das Gebiet um Maji ist erstmals 1896 von dem italienischen Afrikaforscher Bottego besucht worden, der vom Lake Turkana kommend dem Kibish River folgte. Beobachten Sie die in dem dichten üppigen Grün feuchter Niederungen tobenden Colobus Affen. Unterhalb der fruchtbaren Abhänge zahlreicher Hochebenen erkennen Sie die Siedlungen der Einheimischen und blicken auf sanft geschwungene Weideflächen, von Getreidefeldern umsäumt.

Tag 13 Surma Kibish

Weiter geht es in das hügelige Hochland der Surma  bei Tulgit und Kibish. Die Surma leben in archaischen Gesellschaften, in denen Konsum und Kommerz nach unserem Verständnis noch weitgehend unbekannt sind. Hier blieb ein Teil Afrikas in relativer Ursprünglichkeit bewahrt. Gleichgültig jeder Religion gegenüber und ohne starre Macht-strukturen lebt das  Volk der Surma vollkommen autark und isoliert in dieser wilden Bergregion, deren Hänge teilweise noch mit uralten
Wäldern bedeckt sind.

Tag 14 Surma Kibish
Die behutsame Begegnung mit den Surma und die Wanderung zu den Hütten, die wie Schwalbennester auf engen Plateaus kleben, gehören zu den Höhepunkten Ihrer Reise. Sie besuchen einige Surma Dörfer, die meist nur zu Fuß zu erreichen sind. Die Surma bezeichnen sich nach wie vor als Hirtenvolk, obwohl nach dem Verlust eines großen Teils ihres Viehs durch Krankheit auch sie Ackerbau betreiben müssen und Sorghun und Mais anpflanzen. Auch gehen sie zur Jagd. Ihre Hütten erinnern an Bienenstöcke.

Tag 15 Surma Kibish
Im und am südwestlichen Teil des Omo Parks lebt das Volk der Surma mit ca. 20.000-45.000 Angehörigen. Den Surma wird ein kriegerisches Wesen nachgesagt. Alle Bezeichnungen dieser Region entstammen der Sprache der Surma. Dies deutet auf eine lange und dominierende Beherrschung des Gebiets hin. Heute besiedeln die Untergruppen der Surma, die Chai und Tima nur mehr breite Uferstreifen den Kibish River , eine andere Untergruppe, die Bale leben an den Hängen der Maji Berge. Ähnlich der Mursi tragen die verheirateten Frauen große Lippenscheiben. Auch die Männer üben Stockkämpfe aus. Sie sind Bekannt für die weiße, fast geisterhafte Bemalung ihres Körpers mit Wenigen Ornamenten wie schlangen- und wellförmige Muster. Diese Dekoration soll die Gegner einschüchtern. Beobachten Sie die Jungen am Flug beim dekorieren ihrer Körper mit roter und weißer Farbe aus Lehm bzw. in Wasser gelöster Kreide.

Tag 16 Mizan Teferi
Heute geht es durch die eindrucksvolle grüne Hügel-Landschaft zurück nach Mizan Teferi. Der Ort ist das alte Zentrum der heute  verstreut lebenden Urbevölkerung, der Bench (Gimira).Ihr Name bedeutet Honigsammler /Baumkletterer. Die Bench waren lange Opfer der Sklavenjagd durch die Kaffa, Oromo und Amharen. Ihre Nachfahren sind Bauern und Bienenzüchter. Achten Sie auf die für die Bench typischen erhöhten Beobachtungsposten zum Schutz der Feldfrüchte und die Verzierung der Hütten mit in Lehm geformten Ornamenten.

Tag 17 Bonga
Über einen Abzweig von der Hauptstrasse kann die Wush Wusch Teeplantage mit ihrem wild wachsenden Kaffee erreicht werden. Ganz in der Nähe ist die historisch belegte Stelle, wo der Kaffee entdeckt wurde. Die Region Bonga gehört zum alten Königreich Kaffa. Die bewaldeten Hügel bergen sicherlich eine Reihe historischer Plätze, deren Schätze noch auf die Archäologen warten. Hier wurde die alte Hauptstadt des Kaffa Reiches 1897 von Ras Giyorgis erobert und zerstört. Auch westlich von Bonga sind die Bench anzutreffen

Tag 18 Jimma
Sie überqueren den Gojeb Fluss und passieren eine Farm, die Ananas und viele Gewürze anbaut. Weiter geht es nach Jimma, dem Zentrum der alten Provinz Kaffa und größten Stadt im Westen Äthiopiens. Vom Klima und den regelmäßigen Regenfällen begünstigt ist dies die fruchtbarste Region des Landes. Jahrhunderte regierten hier mächtige Oromo Stammesfürsten. Die günstige Lage an den Schnittstellen mehrerer Handelswege brachte über lange Zeit Reichtum und Macht. Sie führten bis in das nördliche Hochland und über Harar an die Küste. Die traditionellen Verkehrswege haben die Reichtümer des Landes wie Kaffee, Quat, Elfenbein, Zibet und auch Sklaven für das Land und teilweise für den Welthandel zugänglich gemacht. Eine Handelsverbindung an den Nil bestand schon im 19. Jahrhundert und brachte westliche Güter in die Region.

Tag 19 Jimma
Die früher Provinzhauptstadt von Kaffa ist heute das größte und wichtigste Zentrum im Südwesten und der bedeutendste Kaffeemarkt des Südens. Zur Zeit der italienischen Besatzung wurde die Stadt ausgebaut. Ganz in der Nähe liegt die alte Hauptstadt Jiren des Oromo Reiches mit dem Palast von Abba Jiffar, dem mächtigen lokalen Fürsten der Kaffa im 19.Jh. Das jetzige Museum bietet einen schönen Blick auf Stadt und die umliegenden Wälder. An die heute dominante Religion der Oromo erinnert die große Moschee, die Kirche stammt von den amharischen Eroberern.

Tag 20 Weliso
Ihr Weg heute führt von dem in einem weiten Tal gelegenen Jimma auf anfangs kurviger Straße durch die frühere Provinz Kaffa mit ihren roten Böden anden Fluss Gibe, der weite Teile des südlichen Hochlandes entwässert. An der Brücke tummeln sich oft Anubis Affen. Der Gibe speist nach dem Zusammenfluss mit dem Gojeb als Omo den Turkana See. Der Strom des Kraftwerks geht in den Sudan. Die Straße führt durch das 600 m tiefer gelegene Gibe Tal mit seiner Savannenvegetation und erreicht die fruchtbare hügelige Landschaft der Gurage Region mit schweren dunklen Tonböden. Über Welkite, die Hauptstadt der Gurage, erreichen Sie Ihre schöne Lodge in Weliso, einem bekannten Heilbad mit seinen heißen Quellen, auch Ghion genannt.

Tag 21 WonchiCrater
Auf einer landschaftlich abwechslungsreichen Fahrt erreichen Sie Ambo mit seinen heißen Quellen. Die Umgebung der Quellen ist ein wahres Vogelparadies. In Ambo treffen Sie auf Häuser in italienisch anmutendem Baustil von 1930. Sie fahren  35 km weiter zum Vulkan Wonchi mit seinem wunderschön gelegenen Kratersee und genießen die traumhafte Umgebung.

Tag 22 Langano
Zum Ende Ihrer Rundreise erwarten Sie ‚Altertümer’. Sie besuchen die 700 Jahre alte mystische archäologische Fundstelle der Tiya Stelen, eine der 8 UNESCO Welterbestätten Äthiopiens. Nicht weit entfernt liegt Melka Kuntur mit seinen steinzeitlichen Funden. Danach geht es weiter an den Langano See in die Ihnen bereits bekannte Bungalow Anlage.

Tag 23 Addis Abeba
Nach entspannenden Stunden am Langano See fahren Sie zurück in die Metropole.
Abend geht der Flieger zurück nach Frankfurt.

Tag 24 Ankunft in Frankfurt

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