Studienreisen Äthiopien
Welchen Schwerpunkt möchten Sie auf Ihrer Traumreise erleben? Sind es die Kirchen des Landes oder die Völker? Oder möchten sie bestimmte soziale Projekte besuchen? Studienreisen Äthiopien bieten Ihnen die Möglichkeit, den Reiserverlauf Ihrem persönlichen Schwerpunkt anzupassen. Natürlich wird auch der Reiseleiter gezielt für diese Schwerpunkte ausgesucht. Die Reise zu den Völker im west Omo Tal bietet Ihnen ein schönes Beispiel dafür, wie intensiv Sie die Völker Äthiopiens kennen lernen können. Wir freuen uns, Ihnen folgende Studienreisen Äthiopien vorzustellen:
Die Völker im Omo Tal
Verlauf:
Tag 1: Addis Abeba
Willkommen in der dritthöchsten Hauptstadt der Welt. Nach kurzer Pause in Ihrem Hotel will die gut 100 Jahre junge Metropole mit ihren Kontrasten zwischen Hütte und Hochhaus erobert werden. Neben den wichtigsten Plätzen besuchen Sie Lucy im Nationalmuseum, schlendern über den Mercato und blicken vom Mt Entoto auf das ausgedehnte Addis.
Tag 2: Arbaminch
Heute starten Sie mit Geländewagen in den Süden. Zunächst erwarten Sie im Land der Gurage steinzeitliche Funde bei Melka Kuntur. Kurz darauf entdecken Sie am Awash Fluss die prähistorischen Tiya Stelen, ein Weltkulturerbe. Die mit Lehmreliefs dekorierten Hütten der Wolayta liegen inmitten fruchtbarer Felder und Wiesen. Ihr Ziel ist Arba Minch, die Stadt der 40 Quellen idyllisch an den Seen Abaya und Chamo gelegen.
Tag 3: Jinka
Sie begeben sich heute auf eine Zeitreise in eine andere Welt. Nach den weiten Getreide- und Baumwollfeldern passieren Sie wehrhafte Dörfer der Konso an terrassierten Berghängen. Durch raue Landschaft folgen Sie der Piste ins Weyto Tal. Hier lebt die kleine Gruppe der freundlichen Tsemay als Viehhirten. Nach Key Afer, der Heimat der Benna kommen auch Ari und Tsemai, um auf dem Donnerstagsmarkt Waren und Neuigkeiten auszutauschen. Die Benna betreiben saisonalen Ackerbau und jagen. Sie dekorieren sich mit Mustern aus Lehm. Ihr heutiges Ziel ist Jinka, das Zentrum der Süd-Omo Region mit interessantem kleinen Museum.
Tag 4: Mursi
Ihr Weg zu den Mursi führt durch den Mago NP. Der kleine Stamm der Mursi entwickelt sich vom Nomaden zum Ackerbauern. Zur Trockenzeit werden an den Hängen und am Omo Sorghum, Mais und Gemüse angebaut. In der Regenzeit sind sie mit den Rinderherden in der Tamer Steppe, jagen und fischen. Die Frauen schmücken sich mit verzierten Tontellern in der gespaltenen Unterlippe oder den Ohrlappen. Schmucknarben und Körperbemahlung sind als Dekoration beliebt. Die Männer üben sich in rituellen Stockkämpfen.
Tag 5: Dimeka
Sie fahren nach Dimeka zum Samstagsmarkt. Aus allen Richtungen strömen die Hamer, Banner und andere Völker der Region, um Gemüse, Gewürze, Butter und Milch zu handeln. Kunstvoll verzierte Kalebassen sind auch im Angebot. Nach diesem Erlebnis geht es weiter nach Turmi.
Tag 6: Omorate
Sie fahren nach Murielle am Südzipfel des Mago National Park in ein Dorf der bedrohten kleinen Volksgruppe der Karo am Steilufer des Flusses. Der Verlust großer Viehbestände zwingt sie zur Feldarbeit. Die mit den Hamer verwandten Karo dekorieren sich mit Schmucknarben in geometrischen Mustern. Lehmknoten und Kappen im Haar sind Zeichen der Tapferkeit der Männer. Für kultische Tänze wird der Körper mit einem Kalk-Wasser-Gemisch sorgfältig bemalt. Gesichter mit Ocker, Holzkohle und gestoßenem Eisen verziert. Sie folgen der Piste nach Süden und treffen bei Omorate (Kelem) die Dasenech oder Galeb. Die Halbnomaden schützen ihre leichten Hütten mit Dornengestrüpp. Die Männer tragen Elfenbeinpflöcke in der Unterlippe oder im Ohrläppchen und Schmucknarben. Auch sie zeigen ihre Siege durch Tonkappen im Haar. Durch typische Savannenlandschaft kehren Sie zurück nach Turmi.
Tag 7: Turmi
Heute ist Markt in Turmi, dem Hauptort der Hamer. Diese Gruppe betreibt Ackerbau und Viehzucht. Sie sammeln Honig und sind bekannte Töpfer. Die Hamer leben polygam. Die Frauen tragen mit Glasperlen verzierte Tierhäute und drehen ihr Haar mit Schlamm und Butter zu dichten Korkenzieherlocken. Siegreiche Männer schmücken sich mit einem Lehmknoten auf der Kopfhaut, dekoriert mit Pfauenfedern. Die Metalreifen haben symbolische Bedeutung. Berühmt ist der Initiationsritus für junge Männer, das Bullenspringen. Nachmittags besuchen Sie ein Hamerdorf.
Tag 8: Yabelo
Heute geht es über Weyto zurück zu den Konso. Diese Gruppe lebte lange sehr isoliert und trieb nur Handel mit den verwandten Borena. Die Gebräuche der Vorfahren und der Totenkult werden in den traditionellen Dörfern sehr gepflegt. Sie schufen eine einzigartige Kultur-landschaft durch das Terrassieren der Berghänge zum intensiveren Anbau der Feldfrüchte. Weiter führt die Piste zu den halbnomadischen Borena. Dieses Oromo Volk ist stolz auf seine 1 Mio Rinder, die Boran Zebu. Bei Trockenheit tränken die Männer das Vieh aus tiefen Brunnenschächten. Das Dach ihrer Hütten kragt als Sonnenschutz weit über die Wände.
Tag 9: Langano
Sie folgen der Transafricana nach Norden durch die Hügel der Sidama mit ihren Kaffeeplantagen. Die Gruppe bewahrt oft noch ihren traditionellen Glauben. Die Bambusrahmen ihrer Hütten decken die Sidama mit Gras und Enset-Blättern. Sie leben vom Kaffeeanbau, Getreide und Tabak. Vorbei geht es an abseits liegenden Stelenfeldern bei Dila zum fischreichen Awassa See mit unzähligen Wasservögeln. Der kleinste See im Rift Valley liegt in traumhafter Landschaft. Über Shasheme, das Zentrum der Rastafarians fahren Sie vorbei an Häuptlingsgräbern der Arusi am Wegesrand bei Arsi Negele nach Langano.
Tag 10: Addis Abeba
Entspannen Sie einige Stunden am Langano See. Hier ist Schwimmen wegen des hohen Sodagehaltes ungefährlich. Die Rückfahrt nach Addis unterbrechen Sie am Ziway und Koka
See und staunen über die Vogelvielfalt. Abends kosten Sie äthiopische Spezialitäten zu traditionellen Tänzen.
Tag 11: Rückflug nach Frankfurt
(Änderungen vorbehalten)
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DIE WIEGE DES KAFFEES – das grüne Gold Äthiopiens
Faszinierende Äthiopien Studienreise - 14 einmalige Tage auf den Spuren des Kaffees
bis in das frühere legendäre Königreich Kaffa im Herzen des südlichen Hochlandes
- auch heute noch eine touristisch fast unberührte Region
Die vielfältigen Geschmacksrichtungen und Zubereitungen des Kaffees je nach Anbaugebiet werden Sie überraschen.
Tag 1 Flug nach Addis Abeba
Direktflug mit Ethiopian Airlines nach Addis Abeba
Tag 2 Addis Abeba
Direkt nach Ihrer Ankunft in Addis am nächsten Morgen schauen Sie vorbei auf dem Nationalen Kaffee Markt von heute und genießen eine Kaffee Verkostung. Nach einer Pause in Ihren Hotel geht es nachmittags auf Stadtbesichtigung mit dem Nationalmuseum (Lucy), Mercato – größter offener Markt Afrikas und einem Panoramablick vom Entoto Berg.
Tag 3 Weliso
Ihre Entdeckungsreise führt Sie in herkömmliche und junge Anbaugebiete des Kaffees, aber auch die wechselvolle Geschichte und Traditionen der hier lebenden Volksgruppen begegnen Ihnen. Unterwegs in Addis Alem bestaunen Sie die Wandgemälde der Kirche Debre Zion - einst als Palast geplant. Genießen Sie die wunderschöne Lage des Kratersees Wenchi während einer Bootsfahrt zur kleinen Inselkirche. In der Negash Lodge von Weliso entspannen Sie im von Thermalwasser gespeisten Pool.
Tag 4 Jimma
Sie durchqueren fruchtbare hügelige Landschaft mit schweren dunklen Tonböden und erreichen Welkite, die Hauptstadt der Gurage Region. Die Straße führt in das 600 m tiefer gelegene Gibe Tal mit seiner Savannenvegetation. Eine Brücke überspannt den Fluß Gibe, der nach Zusammenfluss mit dem Gojeb als Omo den Turkana See speist. Hier tummeln sich oft Anubis Affen. Der Strom des Kraftwerks geht in den Sudan. Der Fluss entwässert weite Teile des südlichen Hochlandes. An der Brücke beginnt die frühere Provinz Kaffa. Die Landschaft ändert sich. Die Böden werden rot, die Vegetation dichter, die Straße kurviger bis nach Jimma, das in einem weiten Tal liegt. Die frühere Provinzhauptstadt von Kaffa ist heute das größte und wichtigste Zentrum im Südwesten und der bedeutendste Kaffeemarkt des Südens. Zur Zeit der italienischen Besatzung wurde die Stadt ausgebaut.
Tag 5 Mizan Teferi
Donnerstags ist Markttag in Jimma. Ganz in der Nähe liegt die alte Hauptstadt Jiren des Oromo Reiches mit dem Palast von Abba Jiffar, dem mächtigen lokalen Fürsten im 19.Jh. Hier trafen sich die wichtigsten Handelswege und führten in das nördliche Hochland und über Harar an die Küste. Das jetzige Museum bietet einen schönen Blick auf Stadt und die umliegenden Wälder. An die heute dominante Religion der Oromo erinnert die große Moschee, die Kirche stammt von den amharischen Eroberern. Weiter geht es durch die Kaffa Region über Bonga nach Mizan Teferi. Das Land der Kaffeeplantagen wird bewohnt von Jimma-Oromo sowie Nachkommen der verstreut lebenden Urbevölkerung, den Bench (Gimira). Diese sind hauptsächlich westlich von Bonga anzutreffen. Ihr Name bedeutet Honig-sammler/Baumkletterer. Ganz in der Nähe von Bonga ist die historisch belegte Stelle, wo der Kaffee entdeckt wurde. Die Region Bonga gehört zum alten Königreich Kaffa. Die bewaldeten Hügel bergen sicherlich eine Reihe historischer Plätze, deren Schätze noch auf die Archäologen warten. U.a. wird hier ein altes Königsgrab vermutet. Einige Verteidigungsgräben aus dem 14.JH wurden bereits entdeckt sowie Ruinen einer 500Jahre alten Kirche. Hier wurde die alte Hauptstadt des Kaffa Reiches 1897 von Ras Giyorgis erobert und zerstört.
Tag 6 Bonga
Wilde Kaffeebäume säumen Ihren Weg nach Bebeka zur größten und ältesten staatlichen Kaffee Plantage. Angeschlossen ist ein interessantes Kaffee-Arboretum mit 40 verschiedenen Kaffee Spezies sowie Gummibaum-, Gewürz- und Obstanbau-Versuchsfeldern. In dieser Region leben die Ne’enit, Mejenger und Anuak Völker, über deren Lebensweise und Riten Sie sich bei einem Besuch informieren. Tepi ist bekannt durch seine zweitgrößte staatliche Kaffee Plantage in herrlichem dichten Wald voller Vögel. Ein interessanter Besuch erwartet Sie. Ihr heutiges Ziel ist Bonga.
Tag 7 Arba Minch
Früh starten Sie und folgen einer kleinen Piste in östlicher Richtung durch gebirgiges Gelände nach Sodo, dem Zentrum der Wolayta mit ihrem fruchtbaren Ackerland. Die ausgebaute Straße führt vorbei am Abaya See nach Arba Minch, der Stadt der 40 Quellen.
Tag 8 Arba Minch
Die Dorze – frühere Krieger - bauen heute auf terrassierten Feldern Gerste, Enset und Baumwolle an. Ihre inmitten eines umzäunten Gartens errichteten Hütten aus Bambus ähneln riesigen Bienenstöcken. Die Hütten können bis 12m hoch werden und sind mit Bambusmatten verkleidet. Dorze Männer sind berühmt für Ihre Baumwollwebereien. Der kurze Weg hinunter durch Eukalyptus und Pinienwälder nach Arba Minch bietet wunderbare Ausblicke in die Senke auf die Seen Abaya und Chamo. Nachmittags unternehmen Sie eine Bootsfahrt auf dem Chamo See zum ‚Krokodilmarkt’. Vor traumhafter Kulisse beobachten Sie riesige Krokodile, Nilpferde, Reiher und Pelikane.
Tag 9 Yabelo
Mit dem Verlassen Arba Minchs begegnen Sie einer anderen Welt. Nach einer Fahrt durch Getreide- und Baumwollfelder scheinen die terrassierten Berghänge der Konso wie eine Sperre des Afrikanischen Grabens. Die wehrhaften Hütten und Dörfer und mächtigen Mauern aus schwarzem Basalt wirken unzugänglich. Die Konso lebten bisher sehr isoliert und trieben lediglich Handel mit den Borena. Die Konso schufen eine einzigartige Kulturlandschaft durch das Terrassieren der Berghänge mit Steinen zum intensiven Anbau der Feldfrüchte. Sie kennen Viehhöfe. Schutzwälle aus schwarzem Basalt umgeben wehrhaft die dicht stehenden Häuser aus Holz und Stein. Sie besuchen das alte Dorf Metcheke mit seiner von Paradise Ethiopia Travel unterstützten Schule. Weiter führt die Schotterpiste in die Savannenlandschaft eines traditionsbewussten Oromo-Volksstammes. Die Borena sind halb-nomadische Viehzüchter und stolz auf ihre 1 Mio Rinder, die Boran Zebu. Berühmt sind die ‚singenden Brunnen’ der Borena. NUR bei Trockenheit tränken die Männer das Vieh aus bis zu 30 m tiefen Brunnen. Die trockene Landschaft ist geprägt von roter Erde und zahlreichen Termitenhügeln.
Tag 10 Yirgalem
Auf guter Teerstrasse fahren Sie nördlich zu einem international bekannten Kaffee Anbaugebiet in das Land der Sidama. Diese Volksgruppe hängt häufig noch ihrem traditionellen Glauben an. Die Bambusrahmen ihrer Hütten decken die Sidama mit Gras und Enset-Blättern. Sie leben vom Kaffeeanbau, Getreide, Tabak. Bei Dila können Sie alte Stelenfelder besuchen. Die über Gräbern aufgestellten Monolithen sind unterschiedlich in Größe, Form und Gravur. Ihre Lodge liegt inmitten einer Kaffeeplantage.
Tag 11 Yirgalem
Ihr heutiger Tag ist ganz dem Kaffee gewidmet. Sie besuchen kleine wie auch bekannte Plantagen und verfolgen die Arbeit der Kaffee-Bauern im Rhythmus der Jahreszeiten mit Pflege, Ernte und Bearbeitung der Früchte. Ein kleiner Einblick, warum gerade die köstliche Bohne aus dieser Region von Geschmack und Qualität weltweit einen so guten Namen hat.
Tag 12 Langano
Vorbei an Kaffeeplantagen geht es nach Awassa. Der Awassa-See ist einer der kleinen Seen des Rift Valley und füllt, gespeist vom Black Water River, die tiefste Stelle einer uralten Caldera. Von einer sanften Gebirgskette umschlossen, ist die Landschaft um den See voller Kaffeeplantagen und Obsthaine. Die großen Mengen Plankton begünstigen einen hohen Fischbestand wie Tilapia, Welse, Barben. Der Fischreichtum bietet einer Vielzahl von Wasservögeln ein ideales Revier. Im Schilf der Ufer nisten Kormorane, Pelikane, Nilgänse, und die größte Brutkolonie der Marabus in Afrika. Die Fischer in ihren kleinen Booten nutzen einfache Netze und Köder. Der Hauptort der Provinz Sidamo, wird von den Galla bewohnt, der bunte Markt von Sidamas, Amharen und Gurage Volksgruppen besucht. Ihr heutiges Ziel ist der Langano See in landschaftlich schöner Lage, der einzige See, in dem Schwimmen gefahrlos möglich ist.
Tag 13 Addis Abeba
Sie fahren in nördlicher Richtung durch das Rift Valley mit seiner Seenkette und beobachten die vielfältige Vogelwelt am Lake Ziway und Lake Koka. Sie verlassen den Grabenbruch und erreichen bald die Metropole Addis auf der nördlichen Hochebene. Abends probieren Sie äthiopische Spezialitäten bei traditionellen Tänzen und abschließender letzter Kaffee Zeremonie
Tag 14 Rückflug nach Frankfurt