Sie sind hier: Startseite > Äthiopien > Land

Äthiopien - geheimes Juwel Afrikas

Ein Land für Entdecker
Ein Land der Wunder – ein Land der Kontraste – ein vergessenes Land
Ein Ziel abseits der Touristenströme im Aufbruch

N-L-Lalibela-Hawzien-20101202-IMG-2581.jpgN-L-Hawzien-Adigrat-20101203-IMG-2672.jpg

Was macht Äthiopien so einzigartig?

Das Land blickt auf die reichste Geschichte Afrikas zurück. Neben Ägypten bietet es die meisten kulturhistorischen Attraktionen: 9 Welterbestätten stehen bisher auf der Liste der UNESCO.

Äthiopien am Horn von Afrika ist dreimal so groß wie Deutschland, das zehntgrößte Land Afrika. Seine Hauptstadt Addis Abeba seit gut 100 Jahren, die ‚Neue Blume’, liegt zentral und ist die dritthöchste Metropole der Welt. Als Sitz der Afrikanischen Union und zahlreicher UN-Organisationen gilt sie den Äthiopiern als heimliche Hauptstadt Afrikas. Nach wechselvoller Geschichte ist Äthiopien heute ein Binnenland, das trotz mehrfacher Bemühungen seitens Italien nie kolonialisiert wurde. Diese jahrtausende alte Unabhängigkeit trotz aller Krisen, Wirren, Diktaturen und Kriegen erfüllt die Menschen mit Stolz. Wobei sie ihre Gäste mit großer Freundlichkeit, Gastfreundschaft und Interesse empfangen. Heute materiell arm ist Äthiopien reich an kulturellen Schätzen, ruhmreicher Geschichte faszinierender Völker, spektakulären Landschaften und einmaliger Natur.

Äthiopien ist ein geheimnisvolles Land. Hier ist Geschichte lebendig. Die orthodoxen christlichen Wurzeln liegen im frühen sakralen Königtum aus dem 4. JH und prägen die einzigartige christliche Kultur des Hochlandes im Norden und der Menschen bis heute. Die farbenfrohen Prozessionen an den christlichen Feiertagen zu traditionellen Gesängen und Musik zeigen die Lebendigkeit der Kirche bis in unsere Tage. Hier wird Glaube noch gelebt. Im friedlichen Nebeneinander steht die Originalität und Eigenständigkeit des äthiopischen Islam seit vielen Jahrhunderten. Schließlich ist Harar im Osten des Landes die viertheiligste Stadt der Muslime, Negash ein bedeutender Wallfahrtsort.

Das Kaiserreich Äthiopien sah im laufe der Jahrtausende viele Hauptstädte: Axum, Debre Tabor, Gondar, Mekele, Debre Berhan, Addis Abeba. Da die äthiopischen Kaiser während ihrer Regentschaft auf Schlachtfeldern, auf Kontrollritten zum Eintreiben des Tributs oder auf der Flucht waren, benötigten sie keinen ständigen Wohnsitz. Die Benennung einer eigenen Hauptstadt hatte später politische Macht- und Expansionsgründe. Eine der interessantesten früheren Residenzen ist Gondar mit seinem zum Welterbe zählenden Palastbezirk Gemp, der Kirche Debre Berhan, berühmt für ihr Deckengemälde von geflügelten Engelsköpfen und dem kleinen Wasserschloss des Fasiledes, an dem jährlich das Timkat Fest, das Fest der Taufe, zelebriert wird. Der historische und religiöse
Mittelpunkt des Landes aber ist die kleine Stadt Axum ganz im Norden des Landes. Über viele Jahrtausende war Axum als wichtiger Kreuzungspunkt bedeutender Handelswege zwischen Indien,Afrika und dem Mittelmeer-Raum, eine mächtige und reiche Stadt. Hier wurden damals eigene Goldmünzen geprägt und afrikanische Luxusgüter wie Elfenbein, Gold, Salz, Weihrauch und auch Sklaven ‚gehandelt’. Der Legende nach soll hier die Königin von Saba gelebt haben. Ihr gemeinsamer Sohn mit König Salomon gründete die salomonische Dynastie, die erst mit Kaiser Haile Selassie zu Ende ging.Menelik brachte auch von einem Besuch seines Vaters die Bundeslade aus Jerusalen mit nach Axum. Die Tafeln mit den Zehn Geboten sind das größte Heiligtum Äthiopiens und das bestgehütete
Geheimnis.

N-HG-Lalibela-Felsenkirche-20101201-IMG-2354a.jpg  N-HG-Axum-Steelen-Park-20101204-IMG-3224a.jpg N-HG-Gondar-Bad-des-Fasilidas-20101206-IMG-4449a.jpg 

Am berühmtesten aber ist heute Lalibela, 2.500 m hoch auf einer Felsterrasse gelegen. Hier verstecken sich 12 mittelalterliche Felsenkirchen im roten Tuffstein mehrstöckig in die Tiefe gemeißelt, ausgehöhlt und dekoriert. Hier sollte vor 800 Jahren ein neues Jerusalem entstehen, als die Kreuzritter die Heilige Stadt an Muslime verloren. Viele Namen weisen darauf hin. Der Legende nach gab Gott König Lalibela in einem Traum den Auftrag für den Bau dieser einmaligen Gotteshäuser. In angeblich nur 23 Jahren arbeitete sein Gefolge an den Kirchen, tatkräftig von Lalibela unterstützt. Nachts wurde ihr Werk von den Engeln weitergeführt. Eine architektonische Meisterleistung und für Viele ein 8. Weltwunder. Weitere hunderte Felsenkirchen liegen verstreut in der nördichen Hochebene.

Äthiopien bietet unzählige spektakuläre Landschaften mit reicher Flora und Fauna. Die Abgeschiedenheit des Landes schützte den Artenreichtum und den Bestand erstaunlich vieler endemischer Pflanzen und Tiere. Äthiopien zählt nicht zu den großen Safari Zielen, aber die einzigartige Tierwelt wie Kuhantilope, Abessinischer Steinbock, Simien Wolf, Gelada baboon, über 400 Vogelarten ist in mehreren Nationalparks, jeder mit seinem unverwechselbaren landschaftlichen Charakter, zu beobachten.

N-T-Gelada-Semien-NP-20101206-IMG-4104a.jpg aethiopien-tiere-004.jpg aethiopien-tiere-047.jpg

Die Semien Mountains – Weltnaturerbe – das Dach Afrikas mit dem höchsten Gipfel Ras Dashen (4620m) bietet einmalige Wander- und Trekkingerlebnisse. Im Kontrast zum Hochland steht die Danakil Senke mit Steppen- und Wüstenlandschaft, Salzseen, aktiven Vulkanen und dem tiefsten Punkt der Erde. Ziel für Abenteurer und Extremurlauber. Am Rande der Danakil wurde Lucy gefunden, das Skelett des ältesten Frühmenschen (3,5 Mio Jahre).Von hier zieht sich der große Grabenbruch bis in den Süden Afrikas. Es ist eine der aktivsten geologischen Zonen der Erde. Die Seenkette im Rift Valley gibt nicht nur der heimischen vielfältigen Vogelwelt sondern in unserem Winter auch vielen europäischen Vogelschwärmen reiche Nahrung. Nicht zu vergessen der Tana See nordwestlich von Addis, der größte See Äthiopiens, sieben mal so groß wie der Bodensee. Hier verbergen sich auf 20 der 36 Inseln alte Klöster und Kirchen mit eindrucksvollen typischen äthiopischen Fresken. Alle hüten wertvolle Handschriften, Kreuze, Kronen und Gewänder aus vergangenen ruhmreichen Zeiten. In dem zerklüfteten Land sind Wasserfälle keine Seltenheit – der berühmteste ist der ‚Tis Isat’, der Wasserfall des Blauen Nil, etwas südlich vom Tana See. Die unzähligen heißen Mineralquellen weisen auf vulkanische Aktivität hin. Dichte, ursprüngliche Wälder erwarten Sie im Südwesten. Zwei Regenwaldgebiete wurden in die UNESCO Liste der Biosphärenreservate aufgenommen und zählen mit ihrer Vielfalt zu den 8 Genzentren der Erde. Hier reifen im natürlichen Halbschatten die besten Kaffeebohnen der Welt. Die Provinz Kaffa gilt als Ursprung des Kaffees. Heute sind auch die Sidamo Region im Rift Valley und das Land bei Harar im Osten weltbekannte Anbaugebiete. Kaffee ist das wichtigste Exportgut Äthiopiens.

Einmalig ist die Vielzahl der Völker auf so kleinem Raum im südlichen Äthiopien. Verschiedenste ethnische Gruppen,die zu den faszinierend- sten Völkern Afrikas zählen, führen teilweise noch ihr traditionelles Leben im Einklang mit der Natur. Auch wenn die nomadisierenden Hirtenvölker mit ihren Viehherden sich heute vermehrt dem Ackerbau zuwenden müssen. Der behutsame Kontakt bietet Einblicke in eine archaische Welt, ein Leben fast wie vor 2000 Jahren, in dem materielle Werte oft noch nicht zählen. Die kulturelle Vielfalt in solcher Dichte ist wohl nur noch in Süd-Äthiopien erlebbar.Historisch gesehen haben hier südlich vom heutigen Addis im frühen Mittelalter islamisierte Reiche bestanden, die im 15. JH von äthiopischen christlichen Kaisern aus den Norden erobert, dann aber infolge der berühmten Kriege mit dem Imam Ahmed Grang durch die Einwanderung der Oromo wieder verloren gingen. Noch früher gab es hier viele kleine unabhängige Fürstentümer und Königreiche.

kirchenfeste-aethiopien.jpg aethiopien-voelker-012.jpg

Reiseinformationen A - Z

Sie sind hier: Startseite > Äthiopien > Land