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Nationalparks Äthiopiens

Der geringe wilde Tierbestand in den Schutzgebieten Äthiopiens im Vergleich zu Nachbarstaaten erholt sich nur langsam. Trotzdem wird der Besuch empfohlen wegen einmaliger, sensationeller Naturschönheiten eines jeden Parks. Jeder Park ist auch seit Jahrhunderten Heimat vieler Menschen, die hier nach wie vor Ackerbau und als Nomaden Viehzucht betreiben. Je nach Region sind Rinder, Schafe, Ziegen oder Kamele anzutreffen. Das führt natürlich zu Problemen und Beeinträchtigung der Tier- und Pflanzenwelt. Paradox wirkt, dass gerade im Mago und Omo NP die dort noch sehr archaisch lebenden Bewohner als besondere Attraktion gelten. Eine touristische Infrastruktur ist in den Parks bisher nicht vorhanden.

In Äthiopien leben ca. 800 Vogelarten, davon über 20 Endemiten. Das Great Rift Valley ist ein beliebter Rastplatz und Winterziel europäischer Zugvögel Richtung Süden. Vogelliebhaber und Hobby-Ornithologen kommen in jeder Region voll auf ihre Kosten.

Nationalparks und Schutzgebiete Äthiopiens

Simien Mountains Nationalpark

Der Park - seit 1978 Unesco Weltnaturerbe - liegt im nordwestlichen Teil der zentralen Hochplateuaus mit seinen 200 qkm auf einer Höhe von 2.600 m bis 4.000m und garantiert einmalige Wander- oder eher Trekking-Erlebnisse in der späktarulären Bergkulisse mit atemberaubendem Ausblick. Obwohl der Park zum Schutz des Walia Steinbocks und des Simien Fuchs (Wolf) eingerichtet wurde, leben hier nur noch kleine Bestände. Auch Menelik´s Bushbock, Klippschliefer und Leoparden sind selten zu erspähen. Häufiger dagegen Dikdiks, Meerkatzen, Gelada Paviane (endemisch), Colobus Affen, Warzenschweine, Schakale, Hyänen und Lämmergeier. Für Vogelliebhaber sind die anderen Parks interessanter.

Awash Nationalpark

Der 827 qkm große Park in ca. 900 m Höhe besteht aus Akazien- und Grassavanne mit dem erloschenen Vulkan Fantale in der Mitte, den heißen Quellen im Norden und der späktakulären Awash-Schlucht und den beeindruckenden Wasserfällen im Süden. Die zu sehende Tierwelt besteht aus Beisa-Oryx (Spießbock), Große und Kleine Kudu, Sömering Gazelle, Swayne´s Kuhantilope (endemisch), Eritrea-Dikdik, Defassa-Wasserbock, Grüne- und Matel-Paviane, Gueza Affen und Meerkatzen, Bergriedbock und Klippspringer, Krokodile und Flußpferde, Serval, Karakal ud Wildkatzen, sowie 300 verschiedene Arten von Vögeln.

Harar Elephant Sanctuary und "Tal der Wunder"

Das fast 7.000 qkm große Harar oder Babille Elephant Sanctuary, 1970 in einer Höhe von 100 - 1.788m zum Schutz des Afrikanischen Elefanten und des Schwarzmähnigen Löwen eingerichtet, wird heute teilweise als Farmland genutzt. In der vulkanischen und felsigen Landschaft sind Dikdik, kleinen Gazellen, Große Kudu, Leoard, Oryx, Gepard, Fuchs, Schakal, Hyäne, Stachel- und Warzenschwein, Paviane und Wildesel zu beobachten.
Im nahegelegenen "Tal der Wunder" sind ungewöhnliche ulkanische Formationen zu bestaunen. Von den Elemeneten bizarr geformte große Säulen aus rotem und schwarzem Stein balancieren große, lockere Felsbrocken.

Abijatta-Shalla Lakes-Nationalpark

Den nahen Abijatta-Shalla Lakes-Nationalpark mit seinen fast 900 qkm Größe in einer Höhe von 1.540-2.075 Metern darf man nicht verpassen. Ca. 50 % des Parks sind Wasserfläche: Die im Wasserspiegel sich verändernde flache Pfanne des Lake Abijatta mit maximal 14 m Tiefe und der von Steilufern begrenzte und bis zu 260 m tiefe Lake Shalla. Der Nationalpark wurde 1970 hauptsächlich zum Schutz der Wasservögel, wie Rosapelikan, Flamigo, Zwergflamingo, Kormorane und der landschaftlichen Schönheiten gegründet. Der Park liegt an der Nord-Süd-Wanderroute von europäischen Singvögeln.Auf den Inseln befinden sich Pelikan und Flamingo-Brutplätze, die Ufer säumen heiße Quellen, die als heilig und heielnd verehrt werden. lake Shalla ist von außerordentlicher Schönheit und noch weitgehend unberührt, jedoch nciht fischreich. Zum Fressen fliegen die Vöglen zum ruhigen Lake Abijatta, der mit dem rundherum flachen Land und der weißen Salzflecken im krassen Gegensatz zu dem Lake Shalla steht.

Senkele Swayne´s Hertebeest Sanctuary

Südlich von Shashemene wurde für die endemische Swayne´s Kuhantilope das winzige Schutzgebiet von 50 qkm festgelegt. Auch hier hat die intensive Landwirtschaft (riesiege Teff-Felder) und Viehzucht die Antilopen, Geparden und Oribi bedrängt, so daß diese eher im Nechisar National Park zu finden sind. Ind er Dämmerung lassen sich Hyänen und Schakale beobachten.

Bale Mountains Nationalpark

Der Bale Mountains Nationalpark zählt wegen seiner späktakulären Landschaften und außergewöhnlichen Tierarten zum Unesco Weltnaturerbe. Diese ausgedehnte Gebirgsregion mit Bergseen und den höchsten Gipfeln Südäthiopiens beherbergen über 220 Vogelarten, davon 16 Endemiten, 64 verschiedene Säugetierarten, darunter 11 Endemiten. Ursprünglich wurde der PArk zum Schutz zweier endemischer Tierarten, Bergnyala und Abessinischer Fuchs (Wolf), eingerichtet. In west-östlicher Richtung teilt die Harenna Felswand das Gelände in zwei große Abschnitte. Nördlich des Areals liegt ein von zahlreichen Flüssen über Jahrhunderte zergliedertes Hochplateau mit tiefen Schluchten und Wasserfällen. Der ganze nördliche Teil des Parks besteht aus Flußebenen, Busch und Waldand. Über das 4.000 m hohe Plateau in der Mitte führt die höchstgelegene Allwetterstrasse Afrikas. Ausgedehente Waldgebiete prägen dagegen den südlichen Teil des Parks. Mit insgesammt etwa 2.500 unterschiedlichen PLanzenarten ist die Vegetation entsprechend vielseitig.

Omo Nationalpark

Der westlich des Omo Flusses gelegene Park mit seinen 4.000 qkm wurde bereit 1966 gegründet. Die weiten Steppen, Buschland, undurchdringliche und sehr alte Galeriewälder an den Zahlreichen Flußufern sowie heiße Quellen charakterisieren den Park. Auch wenn die Zeit der großen Herden vorbei ist, treffen die Besucher sicher auf die großen Säugetiere wie Elefant, Büffel, Giraffen, verschiedene Antilopen und Gazellen, Kudus, Löwen und Geparden, Waldschwein, Flußpferde, rokodile und weiter Reptilien. Außerdem wurden mehr als 300 Vogelarten gezählt. Der Besuch ist nach wie vor ein Abenteuer mit anstrengenden Wanderungen und traumhaften Übernachtungen in Zelten.

Mago Nationalpark

Den 2.200 qkm großen Park östlich des Omo-Flusses machen die dichten Galeriewälder entang der Flüsse und an den Hangen der Berge sowie der relativ hohe Tierbestand so interessant. Weite Teile sind mit akazien, Bsuchland oder Gras (Tama-Steppe) bedeckt. Die Tierwelt weißt nicht mehr die Großherden von Büffeln und Elefanten auf, für die der Park einmal geschaffen wurde, aber Besucher treffen noch immer diese Großtiere sowie Giraffen, Kusus, Orys, Antilopen, Gazellen, Großkatzen, Erdferke, Mungo, Stachelschwein sowie verschiedene Reptilienarten an den Flußfern. Die über 300 gezählten Arten machen die Vogelwelt hier zu einem unbeschrieblichen Erlebnis.
Im Mago Nationalpark sowie an den Grenzen leben und siedeln wie in allen Nationalparks viele Menschen. Hier treffen sie auf die Völker der Mursi, Karo, Banna, Ari und anderen, die alle noch ihren alten Traditionen verhaftet sind.

Nechisar Nationalpark mit Abaya und Chamo Seen

Der 500 qkm große Park wurde 1973 zum Schutz der grandiosen Landschaft eingerichtet. Er umfaßt die andbrücke zwischen den Seen und Teile der beiden Seen mit ihren Ufern. Nech (amharisch: weiß) und Sar (amarisch: Gras) weisen auf dei Besonderheiten dieses Parks hin: Die Farbe der auf dem schwarzen, kalkhaltigen Lehmboden wachsenden Gräser, auf dem Hochplateau der Nechisar Steppe. Bedeutend ist auch der immergrüne, fast urwaldähnliche Wald auf der Landrücke. Der Kontrast des Landschaftsbildes zwischen der hellen Steppe im Osten und den zerklüfteten schwarzen Basaltfelsen der Amaro Berge ist einmalig. Die Steppe, das Refugium für Wildtiere wie Wasserbock, Dikdik, Kudu, Oryx und Zebras, wird in immer stärker von großen Rinderherden in Beschlag genommen, die zur Versorgung der schnell wachsenden Stadt Arba Minch gebraucht werden.
Die beiden Seen bieten guten Fischbestand, aber auhc Flußpferde und Krokodile. Die Netzfischerboote fertigen die Fischer selber aus dem sehr leichten Holz der an den Ufern wachsenden Bäume. Die verschiedenfarbigen Seen grenzen im Osten an das Steil abfallende Hochplateau. Das Wasser des 1.000 qkm großen Lake Abayalst wird von Eisenoxyden rotbraun gefärbt. Der Lake Chamo dagegen erstrahlt, mit seinen hellen Sandstränden, in einem leuchtende Blau.

Yangundi Rasa NP

Schutzgebiet für die Tierwelt des Awash Tals, u.a. für den vom Aussterben bedrohten Wildesel. 1976 gegründet. Seinen Namen hat der Park vom Yangudi-Berg, der an seiner südöstlichen Ecke bei Gewane die Grenze bildet. Rassa wird die vor dem Berg sich ausbreitende Savanne genannt. Auch nennen die hier lebenden Menschen einen Berg im Nordwesten des Parks Rassa. Im Westen grenzt der Park an den ganzjährig Wasser führenden Awash Fluss.

Yabelo NP

Im Schutzgebiet ist die rote Erde sehr bemerkenswert. Zahlreiche bis zu 4 m hohe Termitenhügel prägen die Landschaft.  Die Trockensavanne und das Akazienbuschland weisen einige niedrige Hügel auf mit anschließendem Wacholderwald in Richtung Osten. Eingerichtet wurde das Schutzgebiet für das Swayne Hartebeest und Tiere der Savanne.

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