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Mali - Land, Städte und Landschaften

Die Republik Mali liegt an der Schnittstelle von Schwarzafrika und Nordafrika.
Malis Größe heute umfasst 1.240.000 qkm (Deutschland 357.000 qkm), aufgeteilt in 8 Verwaltungsregionen und der Hauptstadt Bamako. In Mali leben viele unterschiedliche ethnische Gruppen. Jeder dieser Volksstämme hat seine eigene Sprache, Sitten und Gebräuche. Im Süden herrscht ein meist feucht heißes Klima, im Norden überwiegt das trockene Wüstenklima. Die Regenzeit ist von Juni bis Oktober.
Die angrenzenden Staaten sind Mauretanien, Algerien, Niger, Burkina Faso, Côte d'Ivoire, Guinea und der Senegal. Die Amtssprache ist Französisch. Die Nationalsprachen sind vielfältig und unterteilen sich in Bambara (61%), Fulfulde (Fulbe), Sonrhai, Sarakollé, Tamaschek, Dogon, Senufo, Bobo, Maurisch-Arabisch.

BAMAKO

Die Hauptstadt mit seinen ca. 1.2 Mio Einwohnern ist eine typisch afrikanische Stadt, die harmonisch Moderne und Tradition verbindet. Das Zentrum wirkt wie ein großer quirliger Markt, angefüllt mit Menschen aus allen Regionen des Landes. Bamako heute ist Schmelztiegel der verschiedenen ethnischen Gruppen Malis. Hier finden Sie eine breite Palette an Hotels und Restaurants aller Preisklassen.

Unbedingt ansehen in Bamako:

  • das National Museum mit der bedeutendsten ethnologischen Sammlung Westafrikas
  • den Handwerkermarkt
  • den neuen Markt
  • das Museum der Frauen
  • die Wasserfälle von Sotuba
  • den Aussichtspunkt G mit seinen Panoramablicken auf die Stadt.

DJENNÉ

Nahe Mopti, eine phantastische Stadt mit faszinierender Architektur.
Djenne heißt in der Sprache des Bozo-Volkes "Wassergenie".
Die 1.000 jährige Schwesterstadt von Timbuktu beherbergt das berühmte UNESCO Weltkulturerbe: die gewaltige Lehm-Moschee, ein architektonisches Weltwunder aus Banko, einem Gemisch aus Lehm, Kuhmist, Hirsestroh und Wasser. Mit 150 m Länge und 20 m Breite fasst sie bis zu 5.000 Gläubige.

Unbedingt ansehen in Djenne:

  • die große Lehm-Mosche
  • das Grab des Tapama Djenepo
  • den Brunnen Nana Wangara
  • Alt-Djenne –Djenne Djeno
  • Den Montagsmarkt am Fuße der großen Moschee
  • Die Koranschulen
  • Das Museum der Kultur Mission

DOGON-Land

Südwestlich von Mopti und des Niger-Bogens liegt Dogon-Land. Es erstreckt sich von Bandiagara bis Douentza, Koro und Bankass.

Weit entfernt von Städten und Zivilisation werden Sie hier ein anderes Afrika entdecken: das mystische Land der ursprünglich lebenden Dogon. Dieses Naturvolk bewahrt bis heute seine animistischen Traditionen und ist mit seiner Autentizität und dem Reichtum der Kultur der ganze Stolz Malis.
Sie leben in einer schwer zugänglichen Landschaft und bauen ihre Dörfer an den Steilhängen der "Falaise von Bandiagara", einer mehrere hundert Meter hohen Felswand des Bergplateaus. Die Dogon besiedelten dieses Gebiet der Gondo-Ebene im 15. JH, um den Überfällen und Konflikten mit ihren Nachbarn zu entgehen. Es wird vermutet, dass die Dogon auch heute noch bewusst so zurückgezogen leben, um ihre Kultur und Lebensweise vor fremden Einflüssen zu schützen.

Dies ist eine der schwierigsten Etappen Ihrer Reise durch Mali. Sie übernachten in Zelten oder unter dem funkelnden Sternenhimmel. Die Verpflegung ist einfach aber schmackhaft. Auf Wanderungen werden die einmaligen Dogon-Siedlungen wie Banani, Ireli, Amani, Tireli besucht. Sie erleben nach Möglichkeit Maskentänze, bestaunen die wie Schwalbennester an die Felswand gebauten Vorratsspeicher, die Toguna (Palaverhütten der Männer), die Ginna (Familienhäuser mit verzierten Fassaden), Fetischaltäre und alte Höhlenbehausungen.
Als Alternative zu einer mehrtägigen Wanderung können Sie mit einem Geländewagen den Steilhang der Falaise hinabfahren in die Gondo-Ebene, um die Dörfer zu besuchen, und am Abend wieder in Serpentinen hinauf nach Sangha oder Bandiagara zurückkehren.

MOPTI

Das Venedig Afrikas, vollständig von Wasser umgeben.
Der bedeutendste Flusshafen Malis am Zusammenfluß von Bani und Niger wurde ursprünglich von Bozo Fischern gegründet. Das lebhafte Be- und Entladen von Pirogen (Stocherkähnen) und Pinassen (kiellose motorbetriebene Holzboote von ca. 20 m Länge) am Ufer fesselt jeden Besucher.

Mopti ist mit seinem sehenswerten Fischmarkt auch Ausgangspunkt für Entdeckungen der touristischen Hauptattraktionen und ein interessanter Stopp auf dem Weg nach Norden und ins Dogon-Land. Aber die Hauptstadt der 5. Region bietet noch mehr...

Sehenswert in Mopti:

  • die Komoguel Moschee
  • das Handwerkerviertel
  • der Donnerstag-Markt
  • der Hafen – am Tage der lebhafteste Teil der Stadt
  • die Fischerdörfer in der Umgebung
  • der Debo See, ein Vogel Paradies 
  • die Ruinen der alten Stadt Hamdallaye, Sitz der Fulani Könige

NIGER

Die Lebensader Westafrikas ist einer der großen Ströme Afrikas.
Sein Binnendelta ist wohl die eindrucksvollste Flusslandschaft unserer Erde. Unterwegs treffen Sie am Ufer auf Peul Siedlungen mit schönen Moscheen, beobachten Bozo und Somono Fischer mit ihren Fangmethoden
und Konservierungstechniken.

Für Timbuktu bildete der Niger neben den Karawanenrouten die zweite Verbindung zur Außenwelt. Der Fluß hat jedoch nach einer Dürre seinen Lauf verändert und die Stadt damit der Wüste überlassen.
Die spärliche Wasserführung des Nigers durch die heiße Einöde in der Nähe Timbuktus lässt nicht vermuten, dass nur 100 km westlich unzählige Seitenarme einen riesigen See bilden. Hier leben Fischer, Nomaden und Viehhirten an den fruchtbaren Ufern.

SEGOU

Die ehemalige Residenz der Bambara Könige liegt malerisch am Nigerufer. Die jetzige Stadt der Balanzan (Bäume) ca. 230 km östlich von Bamako ist eine interessante Station auf dem Weg nach Mopti, Timbuktu, Gao oder Kidal. Ségou ist eine leisere Stadt als Bamako und nicht so touristisch geprägt wie Djenné. Mit den Alleen und ockerfarbenen Prachtbauten aus Sandstein bietet diese wichtige Stadt der Kolonialzeit mit ihrem unverwechselbaren Charme, einen Eindruck von einer afrikanischen Stadt jener Epoche. 1652 gegründet, ist Ségou heute Hauptstadt der 4. Region und das industrielle und wirtschaftliche Zentrum des Landes.

Unbedingt anzusehen in Segou:

  • Alt Ségou – Sekoro und das Grab des Biton Manary Conlibar, 1. König der Bambara
  • Die ´Brauerei`
  • Prächtige Kolonialbauten
  • Kalabougou – das Töpferdorf

TIMBUKTU

Die geheimnisvolle Wüstenstadt aus dem 12. JH war lange für Europäer unerreichbar. Daher ließen die Erzählungen der arabischen Händler Timbuktu zu einem Mythos werden.
Als Umschlagplatz uralter Karawanenstrassen gelangte die Stadt zu unermesslichem Reichtum. Vor 900 Jahren gründeten Gelehrte eine Universität in der Wüste, ein Zentrum der Forschung. 300 Jahre war hier mitten in der Sahara eine der bedeutendsten Hochschulen der damaligen Welt.
Bis heute trotzt die Stadt, mittlerweile UNESCO Weltkulturerbe, der Sahara. Als Außenposten der Zivilisation wirkt sie wie eine Zitadelle der Einsamkeit. Die 20.000 Einwohner leben vom Handel und dem Tourismus.

Unbedingt sehenswert in Timbuktu:

  • Die Moscheen Djingareyber, Sidi Yahiya und Sankoré mit dem pyramidenförmigen Minarett
  • Buktu’s Brunnen
  • Die Bibliothek des Ahmed Baba
  • Wohnhäuser der Forscher René Caillie, Gordon Laing, Mungo Park und Heinrich Barth
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