Sie sind hier: Startseite > Mali > Völker und Kulturen

Völker und Kulturen Malis

Die Völker Malis haben ihr traditionelles Leben als Nomaden Bauern und Fischer bewahrt. Ihre Geschichte führt weit zurück in die Vergangenheit. Hier erblühten mehrere mittelalterliche Reiche Westafrikas, deren sagenhafter Reichtum vom Handel und Gold abhing. Eine der aufregendsten afrikanischen Hochkulturen ist der ganze Stolz Malis und wird Sie in ihren Bann ziehen, die DOGON. Weitere Informationen über DOGON hier.

Weitere wichtige Volksgruppen sind die Bambara, Malinke, Peul (Fulbe), Sonrhai, Sarakollé, Tuareg, Bobo, Senufo und Bozo.

MASKEN

Masken sind in Mali ein wichtiges rituelles Instrument und bilden verschiedene Themenbereiche ab:
- Tiermasken jeglicher Art
- menschenähnliche Masken
- phantastische Geschöpfe/Mischwesen (halb Mensch/halb Tier)
- Masken, die verschiedenartige Objekte tragen
- Masken, die lebendige Menschen darstellen (dienen meist nur der Belustigung)
- Masken, die kein reales Gesicht haben = stellen einen Verstorbenen oder Ahnen dar

Die Maske erhält Sinn und Bedeutung durch die Ernennung,  d.h. die DOPPELTE Ernennung
-    die habituelle durch den Künstler
-    die aktuelle durch den Tänzer
die Maske bleibt unvollständig solange sie nicht benutzt wird.
Erst durch den Tänzer in Aktion zeigen sich die übernatürlichen Kräfte

Die Masken unterscheiden sich in Bezug auf Material und Form und lassen sich in  6 verschiedene Gruppen aufteilen
- Masken aus Blättern, Flechtwerk oder Stoff
- Masken, die nur das Gesicht bedecken
- Helmmasken (z.B. bei Yoruba)
- Masken, die AUF dem Kopf getragen werden
- Masken aus Platten (z.B. Dogon, Bobo, Mossi)
- Masken mit Figurenaufsatz (Häuser, Nähmaschine, Motorräder)

Bei religiösen Tänzen waren und sind Masken ein wichtiges Requisit.
Bei vielen Völkern Westafrikas gibt es heute noch Maskenbünde, die teilweise öffentlich oder nur unter größter Geheimhaltung auftreten. Frauen sind meist nicht zugelassen, auch als Zuschauerinnen nicht. Die Maskentänze werden in der Regel ausschließlich von Mitgliedern der Maskenbünde aufgeführt, wobei die Maske und Kostüm je nach Region sehr unterschiedlich sind.

TÄNZE

Möglichst rituellen Tänzen beiwohnen

Ebenso wie die Masken hat auch der Tanz schon immmer eine zentrale Rituelle Bedeutung. Die tänzerische Mischung aus Faszination und Erschrecken wird immer von einer exakten und verbindlichen Zeremonie geregelt, die sich aus der Magie und der Mythologie der heweiligen Stämme entwickelt hat. Die Tänze werden meist zu bestimmten Zwecken oder Anlässen aufgeführt, wie Hochzeit, Geburt, Wechsel der Jahreszeit oder auch Beerdigung. Früher gab es daneben auch Tänze am Vorabend eines Kriegszuges, Sieges und Trauertänze und zur Thronbesteigung eines Königs oder Häuptlings.

Öffentliche Tanzveranstaltungen bedeutend für den Einzelnen sich in die Gemeinschaft einzufügen, sich in ihr geborgen zu fühlen. Solange Kontakt mit der Gruppe besteht, hat man auch Anteil an Energie und Macht. Unterbrechen des Kontakts zur Gruppe bedeutet häufig nicht nur symbolisch den Tod. Bei Einweihungsriten erfährt der Initiierte den Wert der gemeinschaftlichen Bande als lebenswichtig. So wird der Sinn für die Gemeinschaft geweckt.

Sie sind hier: Startseite > Mali > Völker und Kulturen